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Leuchtmoos oder Schistostega pennata

Das auch im Fichtelgebirge sehr seltene Leuchtmoos ist ein 0,5 bis 1 cm großes Laubmoos.

Aus einem ausdauernden Vorkeim erheben sich einzeln die zarten Sprosse: Sie bestehen aus einem farnwedelartig, beblätterten Stämmchen.

Seinen Namen hat die attraktive Moosart von ihrer Fähigkeit, Licht zu reflektieren. Kleine linsenförmige oder kugelige Zellen können an ihrer Rückseite einfallendes Licht bündeln und das nicht absorbierte Licht wie ein Hohlspiegel reflektieren. Die daraus resultierende intensiv goldgrün leuchtende Farbe hat etwas sehr geheimnisvolles. Schon der Dichter und Naturforscher  Johann Wolfgang Goethe hat den „zauberhaften grüngoldenen Schimmer in den Felsklüften“ auf seinen Reisen durch das Fichtelgebirge und Böhmen in den Jahren 1785, 1820 und 1822 benannt.

Leuchtmoose sind geschützt und stehen auf der Vorwarnstufe gefährdeter Arten in Deutschland.  Sie besiedeln saures, sandig-lehmiges Substrat und finden sich im Fichtelgebirge vereinzelt in den feucht-schattigen Felsspalten bei der Luisenburg, der hohen Mätze und am Kornberg, auch in Granitfelskellern bei Weissenstadt kann man das Moos finden.