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Eger Bach

Die Eger

Die Eger ist einer der vier wichtigen Flüsse des Fichtelgebirges. Sie entspringt am Nordwesthang des s. Sie fließt durch Weißenstadt, Röslau, Marktleuthen, und Hohenberg an der Eger noch auf deutscher Seite. Ab der tschechischen Grenze passiert sie die Stadt Eger (Cheb), Karlsbad (Karlovy Vary) und mündet bei Leitmeritz (Litomerice) in die Elbe. Sie bietet eine Vielzahl an artenreichen Lebensräumen mit unterschiedlichen Nährstoffgehalten. So sind die Auen durch die Flussablagerungen recht nährstoffreich. Die aufsteigenden Schultern sind trockener und nährstoffärmer. Die einstige Nutzung der Kulturlandschaft stand im Einklang mit den natürlichen Reinhaltungsmechanismen durch die Vernetzung von Tieren und Pflanzen. Doch mit der Überschreitung der einstiegen Nutzungsgrenzen bis nahe an den Flusslauf nimmt die Erosion zu. Zusätzlich werden die natürlichen Nährstoffgefälle zwischen den verschiedenen Bereichen durch die landwirtschaftliche Düngung verwischt, was eine Artenverminderung nach sich zieht.

Die Fauna der Eger kann nach verschiedenen Regionen eingeteilt werden. Im Oberlauf kommen beispielsweise die Bachforelle und die sehr seltene Flussperlmuschel vor. Die Quellbäche der Eger sind von Versauerung und damit vom Artengrückgang bedroht. Gleichzeitig wird der pH-Wert durch die Wassereinleitung in der Näher von Ortschaften angehoben. Allerdings entsprechen diese beiden gegenläufigen Prozesse nicht dem natürlichen Gleichgewicht. Ab dem Weißenstädter See sind Edelfische (Bachforelle, Äsche), Raubfische (Hecht, Barsch, Aal, Rutte), Friedfische (Karpfen, Schleie), Weißfische (Rotauge, Brachse, Barbe) und seltener Kleinfische wie Bartgrundel oder Stichling zu finden. Im Weißenstädter See und in den Staustufen ist die Tierwelt der stehenden Gewässer anzutreffen.

Ziel des ökologischen Gewässerbaus ist die natürliche Dynamik des Flusslaufs wiederherzustellen. Durch Reduzierung der Immissionsbelastung, Durchgängigkeit der Wehranlagen, Fischtreppen, Mäander und ungenutzte Uferstreifen soll sichergestellt werden, dass genügend Kleinstlebewesen vorkommen und die Fische sich durch Ablaichen problemlos selbst vermehren können.

Die des Naturparks informiert mit der Dauerausstellung „Wasser-Quelle des Lebens“ rund um das Thema Wasser und die Eger.