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Urlaub

Im Fichtelgebirge


Urlaub im Fichtelgebirge

Der Urlaubstourismus im Fichtelgebirge kann auf eine mehr als 200-jährige Tradition zurückblicken. Anfang des 18. Jahrhunderts war es vor allem der europäische Hochadel, der zunächst die heilsame Wirkung der Mineralquelle in Bad Alexandersbad und das heilwirksame Reizklima entdeckte. Kaiser, Könige, Fürsten und auch betuchte Bürger entdeckten die Landschaft zur Bewegung und eigenen Erholung. Besonders der Besuch der preußischen Königin Luise mit ihrem Gemahl Friedrich Wilhelm III. im Jahr 1805 beeindruckte die einheimische Bevölkerung zutiefst und hinterließ seine Spuren, wie etwa die Umbenennung der Luxburg bei Wunsiedel und des dazugehörigen Felsenlabyrinthes in Luisenburg sowie etwa den Luisentisch am Epprechtstein.

Viele Besteigungsanlagen der Felsen und Gipfel sowie viele Wanderwege gehen auf diese Zeiten zurück. Einer der ersten, die das Fichtelgebirge erwanderten um mehr über die Besonderheiten der Natur herauszufinden war Johann Wolfgang von Goethe. Dreimal, 1785, 1820 und 1822, besuchte der Dichterfürst das Fichtelgebirge. Einige Felsen wurden von ihm abgezeichnet und er stellte unterschiedliche Theorien zur Verwitterung des Granits an. Die Romantiker Tieck und Wackenroder streiften ebenfalls, vom romantischen Zeitgeist und liebevollen Verhältnis zur Ursprünglichkeit der Natur beseelt, durch das Fichtelgebirge. Ein Vorreiter für das heute beliebte Nordic-Walking war der berühmte Dichter Jean Paul, der bei seinen Wanderungen zwischen dem Hofer und Bayreuther Land häufig das Fichtelgebirge durchquerte und einen dynamische Bewegungen seiner Arme zur Schritt-Begleitung propagierte.

Ab der Zeit um 1900 blühte auch der Wintersport auf. Sonderzüge brachten aus dem weiten Umland bis nach Nürnberg Skifahrer und Rodler in die hochgelegenen Ortschaft des Fichtelgebirges. Warmensteinach, Bischofsgrün, Fichtelberg und Mehlmeisel entwickelten sich seit dieser Zeit mehr und mehr zu Tourismusorten, die vor allem im Winter besonders viele Gäste anzogen. Nach wie vor bieten Skilifte (Schlepp- und Sessellifte), hundert Kilometer von gespurten Landlaufloipen und Rodelbahnen eine besondere Attraktion für Gäste aus Nordbayern, Sachsen, Thüringen und auch weiter im Norden liegende Regionen. Besonders die Berliner bezeichneten das Fichtelgebirge gerne als ihren „grünen Vorgarten“.

Heute ist das Fichtelgebirge sowohl im Sommer als auch im Winter ein besonders attraktives Urlaubsgebiet für Menschen, die sich auf ihre ganz individuelle Weise in einer intakten Landschaft erholen möchten. In den vergangenen Jahren haben vor allem Wanderer, Mountainbiker und Nordic-Walker das Fichtelgebirge als ideales Urlaubsgebiet im Herzen Deutschlands und Europas wieder entdeckt. Sportler finden hier sowohl als Einsteiger als auch als „Profi“ die unterschiedlichsten Möglichkeiten.

Sehr gerne benutzt werden die familienfreundlichen Radwege auf den ehemaligen Eisenbahntrassen. Zwischen Weissenstadt und Kirchenlamitz gibt es den Sechsämterradweg mit seinen tollen Ausblicken in das Innere des Fichtelgebirges. Zwischen Tröstau und Selb bis in das tschechische As ist der Brückenradweg ausgewiesen, sein Name stammt von den vielen Brücken, die Einschnitte und Bäche überspannen. Ein Radweg entlang der Eger ist in Planung und verbindet zukünftig Weissenstadt mit Cheb entlang des Hauptflusses des Fichtelgebirges.

Wer mehr über das touristische Angebot im Naturpark Fichtelgebirge erfahren möchte darf sich gerne an die Tourismuszentrale Fichtelgebirge wenden:

Kontakt
Tourismuszentrale Fichtelgebirge e.V.
Geschäftsstelle im Rathaus
Gablonzer Str. 11
D-95686 Fichtelberg
Tel: 09272-969030
Fax: 09272-9690366

Email: info@tz-fichtelgebirge.de
Web: www.tz-fichtelgebirge.de